Die Geschichte des Tees in den USA

Die USA bzw. Amerika trugen zwar nicht viele geschichtliche Ereignisse bei der Entwicklung des Tees bei, jedoch fand hier eines der wichtigsten Ereignisse überhaupt statt: Die „Boston Tea Party“. Die „Boston Tea Party“ war ein reger Streit um den Tee, veränderte aber die gesamte Weltgeschichte, bot sie doch den Auftakt für die amerikanische Unabhängigkeit.

Begonnen hatte alles damit, dass die Staatskassen in England leer waren, der Siebenjährige Krieg hatte die finanziellen Reserven nahezu aufgebraucht. Deshalb beschlossen die Engländer 1765 sämtliche Waren, die in die USA exportiert wurden, mit Steuern zu versehen. Der Tee war neben den Eisenwaren und Textilien die wichtigste Importware für Amerika. Die Amerikaner, allesamt eingefleischte Teetrinker, wollten sich diese in ihren Augen mehr als ungerechte Besteuerung jedoch nicht gefallen lassen.

Als am 16. Dezember 1773 die Schiffe aus England ankamen und den Tee brachten, nutzten die Amerikaner die Gunst der Stunde. Als Mohikaner verkleidet stürmten die Anhänger einer Freimaurerloge die Schiffe, der gesamte Tee, insgesamt 342 Kisten davon, wurden ins Wasser geworfen.

Diese Aktion war der anfängliche Auftakt für die spätere Unabhängigkeit der heutigen USA. Und vermutlich hat die „Boston Tea Party“ auch dazu beigetragen, dass Tee in Amerika heute kaum eine Rolle spielt. Vielmehr ist es ein Volk von Kaffeetrinkern geworden.